Unter Idealbedingungen (warmer Akku ca. 25 °C, vorkonditioniert, 10–60 % SOC, leistungsfähige HPC-Säule) zeigt der Škoda Elroq eine typische 400-V-Ladekurve: hoher Peak im unteren SOC-Bereich, anschließend stabiles Plateau, ab etwa 60–70 % deutliche Leistungsreduktion, ab 80 % stark fallend. Die schnellste Ladezeit wird im Bereich 10–80 % erreicht.
Rahmenbedingungen für die Idealkurve
Damit die maximale DC-Leistung anliegt, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
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Batterie vorkonditioniert (ca. 20–35 °C Zelltemperatur)
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Leistungsfähige DC-Säule (HPC) ohne Leistungs-Sharing
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Geringe Umgebungstemperaturabweichungen
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Keine parallelen Nebenverbraucher mit hoher Last
Typischer Kurvenverlauf (Beispiel große Batterievariante)
10–20 % SOC
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Sehr schneller Leistungsanstieg
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Peak im Bereich ~130–150 kW (modellabhängig)
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Hohe Stromstärke bei moderater Spannung
20–55 % SOC
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Stabilisiertes Plateau
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Hohe Durchschnittsleistung (ca. 120–140 kW)
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Effizientester Ladebereich
55–70 % SOC
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Beginn der Leistungsreduktion
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Strom wird schrittweise reduziert
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Temperatur- und Spannungsmanagement greifen stärker
70–80 % SOC
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Deutlicher Abfall
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Leistung sinkt auf ca. 70–90 kW
80–100 % SOC
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Starker Leistungsabfall
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Unter 50 kW, teils deutlich darunter
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Zellschutz hat Priorität
Warum fällt die Leistung ab 70–80 %?
Mit steigendem Ladezustand:
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steigt die Zellspannung
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erhöht sich der elektrochemische Widerstand
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steigt das Risiko von Zellstress
Das BMS reduziert daher den Stromfluss, um:
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Überladung einzelner Zellen zu vermeiden
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Temperaturanstieg zu begrenzen
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Degradation zu minimieren
Durchschnittliche Ladegeschwindigkeit 10–80 %
Unter Idealbedingungen liegt die durchschnittliche Ladeleistung im 10–80 %-Fenster deutlich unter dem Peak, da die Kurve nicht konstant ist. Entscheidend ist daher nicht die Maximalleistung, sondern die Plateau-Phase im mittleren SOC-Bereich.
Für Langstrecken gilt:
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Schnellstes Reisen zwischen 10–70 %
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80 % nur bei Bedarf sinnvoll
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100 % DC nur in Ausnahmefällen empfehlenswert
Einfluss der LFP-Chemie
Da der Elroq auf LFP-Zellen setzt:
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ist die Spannungskurve flacher
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bleibt die Leistung im mittleren Bereich stabil
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ist häufiges Laden bis 100 % weniger kritisch als bei NMC
Allerdings reagiert LFP sensibler auf Kälte – weshalb Vorkonditionierung besonders wichtig ist.
Fazit
Die reale DC-Ladekurve des Škoda Elroq verläuft typisch für moderne 400-V-Elektrofahrzeuge:
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Hoher Peak bei niedrigem SOC
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Stabiles Plateau im mittleren Bereich
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Deutlicher Abfall ab 70–80 %
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Starke Reduktion Richtung 100 %
Für optimale Ladezeiten empfiehlt sich das Laden zwischen 10 und 70 %, da hier die höchste durchschnittliche Ladeleistung erreicht wird.
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Hinweis:
Die tatsächliche Ladeleistung kann je nach Batterieversion, Softwarestand, Außentemperatur, Säulentyp und Netzlast variieren. Hersteller können Ladecharakteristiken per Softwareupdate anpassen.


