Beim Laden eines Elektroautos wie einem XPENG geht nicht jede Kilowattstunde direkt in die Batterie. Ein Teil der Energie geht als Wärme, durch Elektronik oder interne Prozesse verloren. Diese Ladeverluste sind physikalisch unvermeidbar – wichtig ist zu wissen, wo sie entstehen und wie XPENG sie minimiert.
1) Was sind Ladeverluste überhaupt?
Ladeverluste sind jene Energieanteile, die bei der Umwandlung und Übertragung von Strom nicht in nutzbare Batteriekapazität umgesetzt werden. Sie entstehen durch:
🔹 Umwandlung von Wechselstrom (AC) in Gleichstrom (DC)
🔹 Erwärmung der Batterie und Elektronik
🔹 interne Widerstände in Kabeln, Steckern und Zellen
🔹 aktive Kühlung und Steuerung
Ladeverluste wirken sich auf effektive Ladezeit, Energieverbrauch pro km und Kosten aus.
2) Wo entstehen Ladeverluste bei XPENG?
a) Onboard-Lader & AC-Laden
Beim AC-Laden (Typ 2) wird Wechselstrom im Fahrzeug in Gleichstrom umgewandelt.
Verluste entstehen:
-
im Onboard-Lader
-
durch Umwandlungswärme
-
im Kabel und Anschluss
Folge:
Effektiver Energiefluss ist etwas geringer als die am Anschluss gemessene Leistung.
b) DC-Schnellladen (HPC)
Beim DC-Laden wird Strom direkt in die Batterie gespeist – aber auch hier entstehen Verluste durch:
✔ interne Elektronik
✔ Batterie-Thermomanagement
✔ Spannungsanpassungen
✔ aktive Kühlung
Je höher die Ladeleistung, desto relevanter wird die Wärmeentwicklung und damit der Verlust.
c) Batterie-Thermomanagement
XPENG nutzt ein aktives Management, das Batterie und Ladeleistung steuert.
Das erzeugt Verluste – aber gezielt, um:
-
Zelltemperaturen stabil zu halten
-
Degradation zu reduzieren
-
höhere Ladeleistung über längere Zeit zu ermöglichen
➡ Diese „Verluste“ sind bewusst investiert in Langlebigkeit und Sicherheit.
3) Wann sind Ladeverluste am höchsten?
Bei niedrigen & hohen SoC
-
Kurz nach dem Ladenbeginn (unter ~10 %)
-
oberhalb ~80 % sinkt die Ladeleistung bewusst
-
In diesen Bereichen steigt der relative Verlust
Deshalb wird oft empfohlen, den Hauptteil zwischen 10–80 % zu laden.
Bei kalter oder heißer Batterie
Wenn die Batterie nicht im optimalen Temperaturfenster ist, muss das Thermomanagement:
-
Energie aufwenden, um zu heizen oder zu kühlen
-
Ladeleistung drosseln
➡ Das erhöht kurzfristig die effektiven Ladeverluste.
4) XPENG-Strategien zur Verlustminimierung
800-Volt-Plattform
Höhere Spannung bedeutet:
-
geringere Ströme bei gleicher Leistung
-
weniger Wärmeverluste in Kabeln & Batterie
👉 Mehr Energie kommt wirklich dort an, wo sie gebraucht wird.
Batterie-Vorkonditionierung
Vor DC-Schnellladen wird die Batterie auf optimale Temperatur gebracht.
Nutzen:
-
höhere tatsächliche Ladeleistung
-
weniger Wärmeverluste im relevanten Bereich
-
schnellere Gesamtladezeit
Aktive Kühlung & Steuerung
XPENG-Thermomanagement kontrolliert:
-
Zelltemperatur
-
Ladeleistung dynamisch
-
Wärmeabfuhr nach Bedarf
➡ Das reduziert Verluste, die sonst durch Überhitzung entstehen würden.
5) Reale Ladeeffizienz – ein grober Richtwert
Je nach Situation variiert die Ladeeffizienz eines Elektroautos. Bei XPENG lässt sie sich grob so einordnen:
| Situation | Effizienz |
|---|---|
| Optimales DC-Laden (10–80 %) | ~90–95 % |
| AC-Laden zuhause | ~88–93 % |
| Kaltes Wetter / Thermobetrieb | 80–90 % (je nach Temperatur) |
| Sehr hoher SoC (>80 %) | <85 % |
Diese Werte sind typisch für moderne EVs – XPENG liegt aufgrund 800 V-Architektur meist im oberen Bereich.
6) Praxisbeispiel
Wenn du an einer HPC-Säule 100 kWh aus dem Netz ziehst:
➡️ ~90–95 kWh landen als nutzbare Energie im Akku bei optimaler Temperatur.
➡️ 5–10 kWh gehen als Wärme oder Steuerverluste verloren.
🔹 Der Rest wird genutzt für Fahrt, Ladeplanung, HVAC usw.
7) Einfluss auf Kosten & Alltag
Ladeverluste beeinflussen:
-
Kosten pro geladenem km
-
Reichweite pro geladener Energie
-
Gesamte Ladezeit
Je effizienter das System, desto weniger Verluste → mehr Reichweite bei gleicher Netzenergie.
Fazit
Ladeverluste sind bei jedem Elektroauto normal. XPENG minimiert sie durch:
✔ Effiziente 800-Volt-Architektur
✔ Intelligentes Thermomanagement
✔ Batterie-Vorkonditionierung
✔ Softwaregesteuerte Ladeplanung
Das Ergebnis ist hohe Ladeeffizienz, besonders im relevanten 10–80 %-Bereich, und im Alltag mehr nutzbare Reichweite bei weniger Netzenergie.
Kurz gesagt: Ladeverluste gibt es – XPENG macht sie so klein wie praktikabel.
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