Die Assistenzsysteme von XPENG – meist unter dem Namen XPILOT zusammengefasst – gelten als technisch fortschrittlich und umfangreich. Im Alltag zeigen sich jedoch, wie bei allen Level-2-Systemen, wiederkehrende Schwächen und typische Problemfelder, die Nutzer kennen sollten. Dieser Überblick trennt klar zwischen Systemgrenzen, Bedienrealität und echten Alltagsschwächen.
1. Spurhalteassistent: Unsicher bei unklaren Markierungen
Typisches Problem
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Spurhaltung wird instabil bei:
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Baustellen
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schlechten oder verblassten Fahrbahnmarkierungen
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Landstraßen ohne Mittelstreifen
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Warum das passiert
XPENG setzt stark auf kamerabasierte Spur Erkennung. Fehlen klare Linien, verliert das System seine Referenz.
Praxisfolge:
Der Fahrer muss häufiger korrigierend eingreifen, besonders abseits der Autobahn.
2. Defensive Fahrweise der adaptiven Geschwindigkeitsregelung (ACC)
Typisches Problem
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Sehr vorsichtiges Bremsen
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Große Sicherheitsabstände
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Spürbare Verzögerung beim Wiederbeschleunigen
Warum das passiert
XPENG priorisiert Sicherheit und Komfort gegenüber sportlichem Fahrstil. Das System ist bewusst defensiv kalibriert.
Praxisfolge:
Im dichten Verkehr scheren andere Fahrzeuge häufiger ein – was wiederum unnötige Bremsmanöver auslöst.
3. Phantom-Bremsungen (selten, aber vorhanden)
Typisches Problem
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Unerwartetes Abbremsen ohne offensichtliches Hindernis
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Häufig bei:
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Brücken
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starken Schatten
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Autobahnabfahrten
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Warum das passiert
Fehlinterpretationen von Radar- und Kameradaten, insbesondere bei komplexen Licht- und Höhenverhältnissen.
Praxisfolge:
Kein Dauerproblem, aber aufmerksamkeitspflichtig, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten.
4. Verkehrszeichenerkennung: nicht immer korrekt
Typisches Problem
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Temporäre Baustellenschilder werden übersehen
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Zusatzschilder (z. B. „bei Nässe“) nicht korrekt interpretiert
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Kurzzeitige falsche Tempolimits
Warum das passiert
Kombination aus Kameraerkennung und Kartendaten, die nicht immer synchron sind.
Praxisfolge:
Assistenz ≠ rechtliche Absicherung – Fahrer muss Limits selbst prüfen.
5. Eingeschränkte Stadt-Tauglichkeit
Typisches Problem
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Assistenzsysteme wirken im Stadtverkehr:
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überfordert
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zu passiv
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inkonsistent
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Warum das passiert
XPENG-Assistenzsysteme sind klar auf:
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Autobahnen
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Schnellstraßen
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Stop-and-Go-Verkehr
optimiert – nicht auf chaotischen Stadtverkehr.
Praxisfolge:
Im urbanen Umfeld besser Assistenz reduzieren und manuell fahren.
6. Häufige Lenkrad-Aufforderungen
Typisches Problem
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Regelmäßige Hinweise: „Hände ans Lenkrad“
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Auch bei korrekter Handposition
Warum das passiert
Rechtliche Vorgaben für Level-2-Systeme + kapazitive Sensorik im Lenkrad.
Praxisfolge:
Leicht störend auf langen Strecken, aber gesetzlich notwendig.
7. Software-Abhängigkeit & Updates
Typisches Problem
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Assistenzverhalten kann sich nach Updates verändern
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Manche Funktionen wirken:
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verbessert
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oder kurzfristig unausgereift
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Warum das passiert
XPENG entwickelt stark softwaregetrieben („rolling improvements“).
Praxisfolge:
Updates bringen Fortschritt – aber auch gewöhnungsbedürftige Änderungen.
Zusammenfassung: Typische XPENG-Assistenzprobleme
| Bereich | Typisches Problem |
|---|---|
| Spurhaltung | Schwächen bei schlechten Markierungen |
| ACC | Sehr defensives Fahrverhalten |
| Bremsverhalten | Vereinzelt Phantom-Bremsungen |
| Verkehrszeichen | Fehlinterpretationen möglich |
| Stadtverkehr | Begrenzte Alltagstauglichkeit |
| Fahrerüberwachung | Häufige Lenkradaufforderungen |
| Software | Verhalten ändert sich mit Updates |
Realistische Einordnung
Die Probleme sind keine XPENG-Exklusivität – sie betreffen alle aktuellen Level-2-Assistenzsysteme. XPENG liegt technisch im oberen Mittelfeld bis oberen Bereich, vor allem auf der Autobahn, aber nicht auf dem Niveau echten autonomen Fahrens.
Fazit
XPENG-Assistenzsysteme sind starke Helfer, aber keine Autopiloten. Wer ihre typischen Schwächen kennt, nutzt sie sicherer, entspannter und realistischer. Besonders auf der Autobahn bieten sie echten Mehrwert – im Stadtverkehr bleibt der Mensch klar überlegen.
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